Um diese Sperrung aufzuheben, sollen die eigenen Kartendaten unter dem angegebenen Link aktualisiert werden.
Bitte folgen Sie keinesfalls dem in der E-Mail angegebenen Link!
Dieser Link führt Sie nicht zur offiziellen Seite Ihres Kreditinstitutes, sondern lediglich zu einer gefälschten Phishing-Website.
Vorsicht, diese kann durchaus der richtigen Seite Ihres Kreditinstitutes zum Verwechseln ähnlich sehen!
Auf dieser Internetseite werden Sie aufgefordert, Ihre persönlichen Kreditkartendaten (Kontonummer, PIN, Kartenprüfnummer, usw.) preiszugeben.
Bitte geben Sie keine persönlichen Daten, insbesondere nicht Ihre Kartenprüfnummer, ein!
Alle hier eingegebenen Daten können von den Tätern unmittelbar mitgelesen werden und versetzen diese sodann in die Lage, Bestellung zu Lasten Ihrer Kreditkarte zu tätigen.
Wie können Sie sich schützen?
Die Antwort ist denkbar einfach: Studieren Sie die E-Mail ganz genau!
1. Zunächst sollte die Frage erlaubt sein, wie Ihr Kreditinstitut überhaupt an Ihre E-Mail-Adresse gekommen ist?!
Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und fragen Sie sich selbst, ob Sie jemals in einer offiziellen Korrespondenz Ihre E-Mail-Adresse angegeben haben. Sollte dies nicht der Fall gewesen sein, sofort löschen!
2. Betrachten Sie sich die E-Mail ganz genau!
Viele dieser Phishing-E-Mails sehen zwar auf den ersten Blick offiziell aus, oft verraten aber Rechtschreibfehler oder eine schlechte Grammatik die im Ausland sitzenden Täter!
3. Achten Sie auf die Anrede!
Sollte Ihr Kreditinstitut tatsächlich einmal per E-Mail mit Ihnen in Kontakt treten, können Sie als Kunde eine persönliche Anrede erwarten. Eine unbestimmte Anrede deutet auf eine Massen-E-Mail hin, die Sie stutzig machen sollte.
4. Behalten Sie immer die Schreibweise der in der Email verlinkten Internetadresse im Auge und achten Sie dabei nicht nur auf die Anzeige im oberen Adressfeld, sondern auch auf das untere Statusfeld im Webbrowser. Prüfen Sie vorher, welche Internetadresse Ihre Bank hat, bei der Sie die Kreditkarte bezogen haben.
Kommt Ihnen danach die in der Email angegebene Adresse verdächtig vor, sollten Sie gar nicht erst diese Webseite besuchen oder den Aufruf der Webseite unverzüglich abbrechen!
5. Achten Sie darauf, dass Daten nur über eine gesicherte Verbindung übertragen werden:
Deutliches Indiz ist das Schlüssel-Symbol in der Statuszeile Ihres Webbrowsers. Überprüfen Sie dieses gegebenenfalls, indem Sie sich das Zertifikat über einen Klick mit der linken Maustaste anzeigen lassen!
6. Zudem sollte die Internetadresse im Adressfeld immer mit "https://" beginnen.
7. Achten Sie darauf, dass Sie jede geschützte Datenübertragung ordnungsgemäß über den "Logout"- oder "Abmelden"-Button beenden.
8. Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Kontostand! Achten Sie bei Ihren Kontobe-wegungen insbesondere auf Kleinstbeträge!
9. Unterschätzen Sie nicht die Bedeutung von stets aktuellen Virenprogrammen und Firewalls.
Grundsätzlich gilt auch erhöhte Aufmerksamkeit, wenn Sie aufgefordert werden, bestimmte, der Email angehängte Dateien herunterzuladen oder zu öffnen!
Dies sollte in Verbindung mit den oben genannten "Anzeichen" keinesfalls getan werden!
Solche Dateien können Schadprogramme auf Ihrem Computer installieren, durch die Kriminelle sämtliche Daten auf Ihrem Computer ausspähen können, ohne, dass Sie etwas davon merken!
Was tun, wenn bereits ein Missbrauch Ihrer Zugangsdaten stattgefunden hat?
• Drucken Sie verdächtige E-Mails aus und machen Sie Bilder, sog. "Screen-Shots" (Strg + Alt + Druck, dann "einfügen" in z.B. Word-Dokument) von fragwürdigen Websites!
• Lassen Sie Ihre Kreditkarte unverzüglich sperren!
Unabhängig vom Kartentyp können Sie alle Karten unter der Notfall-Nummer 116 116 rund um die Uhr sperren lassen!
• Informieren Sie Ihr Kreditinstitut und erstatten Sie Anzeige bei der zuständigen Polizeibehörde!
• Setzen Sie sich mit einem spezialisierten Rechtsanwalt in Verbindung, um den eingetretenen Schaden möglichst gering zu halten!
Und nicht zuletzt …
… bewahren Sie sich stets ein gesundes Misstrauen!
E-Mails wie diese werden nicht nur unter dem Namen aller größeren Kreditinstitute (Sparkasse, Postbank, Deutsche Bank, Citibank) verschickt, auch Online-Auktionshäuser wie ebay, Shopping-Portale wie Amazon oder Bezahldienste wie PAYPAL geraten hier immer mehr ins Visier.
Falls Sie Fragen zu dem oben genannten Thema oder anderen IT-rechtlichen Problemen haben, kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail unter wagner(at)webvocat.de oder telefonisch unter 0681/958282-0.
Wir helfen Ihnen schnell und kompetent.
Ansprechpartner für weitere Fragen ist:
Rechtsanwältin Jenny Hubertus
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